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Tag 2 - Embryo Qualität

Zwei Tage nach der Follikelpunktion untersucht man die Embryos wieder um festzustellen, ob sie sich weiter geteilt haben. Erst jetzt kann man die Qualität des einzelnen Embryo, und damit auch die Wahrschienlichkeit dass eine Schwangerschaft eintritt, beurteilen. Der optimale Embryo hat sich in 4 Zellen geteilt die alle gleich gross sind, und man kann einen Zellkern in jeder Zelle sehen. Anhand des Embryoskopes wird auch untersucht zu welchem Zeitpunkt die Zellteilungen stattgefunden haben, und ob sie synchron verlaufen sind.

Darüber hinaus sieht man nach, wieviel Fragmente in jedem Embryo vorhanden sind. Fragmente sind kleine Abschnürungen vom Zellmaterial. Gibt es viele Fragmente, ist der Embryo nicht zum Einfrieren geeignet. Man beurteilt auch die Dicke des Eihäutchens. Ist die Zona Pellucida  (*) sehr dick, kann es vom Vorteil sein, einen kleinen Schnitt in das Eihautchen zu machen, um das Schlüpfen am 6. Tag zu erleichtern. Man nennt dieses Verfahren Assisted Hatching. Sie können auf dem Videofilm sehen, wie Assisted Hatching vor sich geht.

Wir legen meistens nicht mehr als 2 Embryos zurück. Gibt es mehr Embryos von guter Qualität, kann es oftmals vom Vorteil sein, die Embryos weiter zu züchten. Einige Embryos werden unterwegs in der Entwicklung stehen bleiben. Daduch dass man die Embryos länger beobachten kann, wird es in der Regel einfacher, den Embryo mit dem grössten Schwangerschaftspotential zu identifizieren. Andererseits wird es wahrscheinlich weniger Embryos zum einfrieren geben.