Dansk English Deutch
Startseite
Therapieangebot
Diagnostik
Therapie Information
Kosten
Therapieverlauf
IVF und ICSI
Kryozyklus
Gesunde Kinder nach Kryozyklen
Insemination (IUI-H)
Insemination (IUI-D)
Befruchtung im Labor
Resultate
Fragen und Antworten
Links
Lebensstil
Kontakt
Anreise
Aktuelles
Gesetzgebung
Unser Team
Richtlinien

Gesunde Kinder nach Kryozyklen

Von Ursula Bentin-Ley, Fachärztin, PhD.

Bei der Planung von Kryozyklen werden wir oft gefragt, ob es wirklich sicher ist, mit kryopräservierten Embryos schwanger zu werden. Haben die Kinder ein erhöhtes Risiko auf Missbildungen, nachdem die Embryos eingefroren und wieder aufgetaut wurden, bevor sie in die Gebärmutter kamen?

Mittlerweile gibt es solide wissenschaftliche Daten die diese Sorge entkräften. Eine neue dänische Studie (1) vergleicht 957 Kinder von Einzel-Schwangerschaften nach Kryotherapie und IVF oder ICSI-Behandlung mit 10.324 Einzel-Kindern die nach der Rückgabe von frischen Embryos geboren wurden, und 4.800 Kindern die nach einer spontanen Einzel-Schwangerschaft geboren wurden.

Kinder, die nach der Rückgabe von kryopräservierten Embryos geboren wurden, wogen im Durchschnitt etwas mehr (3578 g) als Kinder die nach Rückgabe von frischen Embryos (3.373 g) oder nach einer spontanen Schwangerschaft (3537 g) geboren wurden. Nach einem Kryozyklus gab es weniger Kinder, die zu früh geboren wurden, als nach Rückgabe von frischen Embryos.

Kinder, die nach Kryozyklen geboren wurden unterschieden sich auch nicht viel von der Gruppe der spontanen Schwangerschaften. Allerdings wurden relativ mehr Kinder von Kryozyklen nach der Geburt in eine Kinderklinik überführt, im Vergleich zu Kindern nach einer spontanen Schwangerschaft.

Es gab keinen Unterschied zwischen kryopräservierten und frischen Embryos, was Fehlbildungen oder Krankheiten bei den Kindern betrifft.

In einer großen finnischen Register-Studie (2), wurden 2293 Kinder nach einer Kryobehandlung geboren, 4.151 Kinder nach der Rückgabe von frischen Embryos und 31.946 Kinder nach einer spontanen Schwangerschaft. Auch in dieser Studie fand man, dass Kinder nach einem Kryozyklus etwas mehr wogen (3.550 g) als Kinder nach der Rückgabe von frischen Embryos (3416 g) und nach spontanen Schwangerschaften (3538 g).

Es gab weniger Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht bei Kryozyklen im Vergleich zu frischen Zyklen, und die Mortalitätrate lag auch niedriger bei Kryozyklen als bei Kindern nach frischen Zyklen und vergleichbar mit Kindern nach spontanen Schwangerschaften.

In einer Meta-Analyse mit ungefähr 11.000 Kindern nach Kryozyklen und 37.000 Kindern nach IVF oder ICSI mit frischen Embryos (3) fand man entweder keinen Unterschied zwischen den Gruppen, oder es ging Kindern nach Kryozyklen etwas besser als Kindern nach frischen Zyklen. Es gab keine Unterschiede in der Anzahl der Kinder, die mit Missbildungen oder mit Chromosomenstörungen geboren wurden.

Man fand auch keine Unterschiede zwischen Kindern, die nach einem frischen Blastozysten Transfer oder nach der Vitrifikation einer Blastozyste geboren wurden. Da die Vitrifikation ist eine relativ neue Kryomethode ist, haben wir noch keine langjährigen Follow-up von Kindern. Diese gibt es nur für das altmodische "slow-freeze" Verfahren.

Eine neue Follow-up Studie (4) von Kindern, die nach Rückgabe von frischen oder vitrifizierten Blastozysten geboren wurden, im Vergleich mit der altmodischen slow-freeze Methode, zeigte, dass Kinder auch nach der Rückgabe von vitrifizierten Blastozysten etwas mehr wogen (3.560 g) als Kinder von frischen Blastozysten (3510g), und weniger Kinder nach vitrifizierten Blastozysten ein niedriges Geburtsgewicht hatten.

Die Autoren fanden, dass die Vitrifikationsmethode nicht mehr Komplikationen während der Schwangerschaft gab als der Transfer von frischen Blastozysten, und auch im Vergleich mit der slow-freeze Methode fand man keinen Unterschied.

Das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt ist für Kinder einer Einzel-Schwangerschaft wesentlich geringer ist als bei Zwillings-und Drillings-Schwangerschaften. Deshalb gibt der Transfer von einer Blastozyste die beste Chance dafür, dass der Schwangerschaftstest nach dem Transfer positiv ist, und dass man eine normale Schwangerschaft mit einem minimierten Risiko auf Komplikationen bekommt, da das Risiko für eineiige Zwillinge äußerst gering ist.

Die Vitrifikation ist eine neue, aber sehr effektive Methode, die die Überlebensrate der Blastozyste nach dem Auftauen erhöht. Ungefähr 90 % aller vitrifizierten Blastozysten überleben. Die wissenschaftlichen Studien deuten darauf hin, dass Kinder nach einem Blastozysten Kryozyklus kein erhöhtes Risiko von Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt haben, und bis weiter hat man auch kein erhöhtes Risiko auf Fehlbildungen feststellen können.

Referenzen: 1. Pinborg A., A. Loft, Henningsen, A. et al.; Fertility and Sterility in press. doi: 10.1016/j.fertnstert.2009.05.091 2. Pelkonen S., Koivunen, R., M. Gissler et al. Human Reproduktion 2010; 25 (4), 914 bis 23. 3. Wenner Holm U.-B., Söderström-Anttila V., Bergh C. et al. Human Reproduction 2009; 24 (9), 2158-72. 4. Wikland M., Hardarson T., Hillensjö Herr T. et al. Human Reproduction 2010; 25 (7), 1699-1607.