IVF

Befruchtung außerhalb des Körpers (IVF )
 
IVF (auch Befruchtung im Reagenzglas benannt), ist eine Abkürzung und bedeutet In Vitro Fertilisation, Befruchtung ausserhalb des Körpers. Für diese Behandlung entnimmt man die reifen Eizellen aus den Eierstöcken und befruchtet sie im Labor. Normalerweise geschieht die Befruchtung im Eileiter.

Die Entnahme der Eizellen geschieht mit Hilfe von vaginalem Ultraschall. Auf dem Ultraschall Gerät ist ein dünnes Rohr montiert, durch dass man mit einer dünnen Nadel die Follikel im Eierstock punktiert. Die Flüssigkeit wird vom Follikel abgesaugt und ins Labor gebracht, wo die Technische Assistentin die Eizellen identifiziert. Sie können währenddessen auf einem Bildschirm mitfolgen und sehen was im Labor geschieht.

Zwei bis 3 Tage später werden 1-2 Embryos in die Gebärmutter zurück gelegt. Sind mehr gute Embryos vorhanden, können diese Eingefroren werden, und dürfen bis zu 5 Jahre lang, oder bis zum 46. Geburtstag der Frau, bei uns aufbewahrt werden. (siehe Therapie mit kryokonservierten Embryos).
IVF
Eine Befruchtung außerhalb des Körpers wird empfohlen, wenn die Eileiter der Frau nicht mehr funktionsfähig sind (oft infolge einer Unterleibsentzündung) oder wenn die Frau bereits Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter gehabt hat und danach nicht wieder schwanger geworden ist. Außerdem führen wir IVF-Behandlungen bei Frauen durch, bei denen nach 3-6 Inseminationsbehandlungen keine Schwangerschaft eingetreten ist.
 
Wenn sich das Alter der Frau den 40 Jahren nähert, können die Chancen für eine Schwangerschaft erhöht werden, wenn sofort mit einer IVF-Behandlung begonnen wird.
 
Ist die Spermienqualität stark vermindert, muss die Spermie zur Befruchtung des Eis oft direkt in die Eizelle eingespritzt werden. Dies wird als ICSI ( Intra- cytoplasmatische Spermien injektion) bezeichnet. Das gilt auch für Männer die früher sterilisiert worden sind. In disem Fall verwendet man TESE. Sie können ins Labor schauen und sehen wie man ICSI macht.