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Tag 0, Follikelpunktion

Die Entnahme der Eizellen erfolgt durch eine Punktion der Follikel (Eibläschen), wobei die Flüssigkeit in den Follikeln abgesaugt und im Labor unter dem Mikroskop untersucht wird, um die Eizellen zu identifizieren. Sie können während der Punktion auf dem Bildschirm verfolgen, wie die Embryologin die Eizellen identifiziert. Die Eizelle ist zu diesem Zeitpunkt von Granulosazellen umgeben, die den Reifeprozess der Eizelle im Follikel unterstützen.

Reagenzglasbefruchtung (IVF)
Nach ein paar Stunden ist die Eizelle fertig gereift und für die Befruchtung bereit. Bei der IVF-Methode werden die Spermien um 12 Uhr in die Schale gegeben, in der die Eizellen kultiviert werden, wonach die Spermien die Eizelle selbst befruchten müssen. Der Befruchtungsprozess ist mit anderen Worten natürlich, er geschieht nur im Brutschrank, und nicht im Eileiter. Zwei Stunden später wird kontrolliert, ob die Granulosazellen kollabiert sind. Das ist ein Zeichen, daß die Befruchtung stattgefunden hat. Die Spermien werden dann wieder von der Eizelle entfernt.

Mikroinsemination (ICSI)
Das ICSI Verfahren (Mikroinsemination) wird kurz nach Mittag praktiziert. Die Embryologin wählt ein normales Spermium aus und saugt es in ein dünnes Röhrchen, eine Pipette genannt, hinein. Danach sticht sie mit der Pipette in die Eizelle hinein und legt das Spermium vorsichtig in die Eizelle. Mit Hilfe dieses Verfahrens versucht man, die Wahrscheinlichkeit dafür, daß eine normale Befruchtung stattfindet, zu optimieren. Der Befruchtungsprozess ist jedoch ein komplizierter Prozess, wo die Chromosome der Eizelle und des Spermiums sich korrekt paaren müssen. Es ist deshalb nicht sicher, daß alle Eizellen nach ICSI korrekt befruchtet sind, obwohl das Spermium in die Eizelle eingedrungen ist. Die Videosequenz zeigt, wie eine ICSI durchgeführt wird.

Video: Künstliche Befruchtung der Eizelle mit ICSI

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