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Tag 6, Hatching

Während die Blastozyste wächst und sich erweitert, wird das Eihäutchen immer dünner, und zuletzt platzt das Häutchen und ein Riss entsteht. Jetzt beginnt das Schlüpfen der Blastozyste (Hatching). Zuerst ist nur ein ganz kleiner Riss vorhanden. Sobald der Druck im Inneren der Blastozyste ansteigt, wird der Riss größer, und zuletzt schlüpft die ganze Blastozyste aus dem Häutchen heraus. Die Blastozyste ist jetzt dazu bereit, sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten.

Assisted Hatching
Ab und zu ist das Eihäutchen so hart, daß der Riss nicht von alleine entsteht. Dies kommt besonders bei Frauen über 40 Jahren vor, und bei Frauen, die sehr hohe Hormondosen bekommen. Auch das Einfrieren kann das Eihäutchen verhärten.

In dem Fall kann man mit Vorteil vor dem Embryotransfer einen Eingriff vornehmen, um das Schlüpfen der Blastozyste zu erleichtern (Assisted Hatching). Bei diesem Eingriff macht man mit einer scharfen Pipette einen kleinen Riss in das Eihäutchen. Dieser Riss schließt sich nicht wieder, sondern verbleibt offen. Wenn der Embryo sich zu einer Blastozyste entwickelt und zum Schlüpfen bereit ist, ist der Weg aus dem Häutchen schon vorbereitet, und das Schlüpfen wird erleichtert.

Assisted Hatching kann auch bei Frauen angewendet werden, die bei früheren Versuchen trotz guter Embryoqualität nicht schwanger geworden sind.

Viele fragen, ob der Eingriff dem Embryo schaden kann. In ganz seltenen Fällen kann es vorkommen, daß eine der Zellen beschädigt wird. Das geschieht jedoch nur sehr selten.

Galleri:

Video: Assisted hatching

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