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Der Wunsch zum zweiten Kind

Wenn der Wunsch reift und ein Kind zur Familie dazugehören soll, dann gibt es manchmal Umwege, die das Leben geht. In Kopenhagen fanden wir aber die Möglichkeit, auch diesen schwierigen Weg zu gehen. Was uns viele andere europäische Länder nicht ermöglichten, dass war in Dänemark selbstverständlich. Das Team der Dansk Fertilitetsklinik hat uns wunderbar aufgenommen. Wir haben uns sicher und professionell betreut gefühlt.

Louisa wollte wohl unbedingt zu uns kommen, denn bereits der erste Versuch der Insemination klappte. Meine Sorgen, ich könnte zu alt sein (damals 36 Jahre) waren unbegründet. Wir haben eine gesunde, sehr lebensfrohe und aufgeweckte kleine Tochter, die uns jeden Tag fordert. Sie hat unser Leben so bereichert und es war jede Mühe wert, die wir auf uns genommen haben.

Zwei Jahre nach Louisas Geburt wollten wir ein Geschwisterchen für sie. Da meinte es die Natur aber nicht mehr so gut mit uns. Nach zwei erfolglosen Inseminationen unterbreitete uns Frau Bentin den Vorschlag, auf IVF umzusteigen. Ich habe lange überlegt. Frau Bentin hat mich sehr gut beraten und mir alle Vor- und Nachteile geduldig erklärt. Aber ich habe mich dagegen entschieden. Eine IVF passte irgendwie nicht in meine Vorstellung, wie Leben entstehen soll. Meine Tochter war „in mir“ entstanden, mit einem minimalen Eingriff in die Natur. Sollte ihre Schwester oder ihr Bruder im Reagenzglas entstehen? Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen. Ich habe nach langem Überlegen die Tatsache akzeptiert, dass ich keine weiteren Kinder bekommen kann. Und das werde ich später auch meiner Tochter so erklären können, wenn sie fragt, warum sie keine Geschwister hat.

Marion, Mama der kleinen Louisa